Babbel bleibt – für immer!
Was ein Spiel so alles bewirkt. Stuttgart gewinnt völlig verdient mit 2:0 gegen Glasgow. Was dieser Sieg rein rechnerisch bedeutet, steht ausführlich an anderer Stelle. Psychologisch jedenfalls ist in den Stuttgarter Medien ein Feuerwerk ausgebrochen. Ist diese extreme Berichterstattung eigentlich der Angst vor sinkender Auflage geschuldet? Die VfB-Blogger jedenfalls beschreiben die Situation des VfB jedenfalls deutlich ausgewogener, trotzdem präzisier als die Presse. Sportjournalismus ist tot – jedenfalls in Stuttgart.
Die Stuttgarter Nachrichten schreiben über einen “erlösenden Sieg” und
Spitzt sich die heikle Lage beim VfB um Teamchef Markus Babbel weiter zu? Oder gelingt endlich die Wende zum Guten? So berechtigt die Fragen vor jedem Spiel in den vergangenen Monaten auch waren – eine klare Antwort gab es nie. Aber jetzt – nach dem 2:0 gegen die Rangers war alles ganz anders.
Alles anders? Am Montag haben die Stuttgarter Nachrichten Babbel noch in Grund und Boden geschrieben und mit ihm die halbe Mannschaft. Etwas differenzierter geht es da in den Beiträgen der Blogger zu. Auf dem Brustring wird vermerkt:
Das Spiel in Glasgow lief dabei lustigerweise wieder mal so ab, wie es viele Spiele in der letzten Zeit. Stuttgart legt stark los, dominiert die erste halbe Stunde, baut dann etwas ab, lässt dem Gegner mehr Raum für gefährliche Chancen. Nur eben mit dem Unterschied, dass diesmal in Minute 16 die Flanke von Hleb zwar wieder mal vom Stürmer (Pogrebnyak) verstolpert wird, aber diesmal Sebastian RudyRudyRudyRudy dahinter steht und das Ding reinmacht.
Und auch bei heinzkamke klingt durch, dass der Sieg gestern verdient war und wieder mehr Hoffnung auf neue Aufgaben macht, aber dennoch bleibt es bei nur 3 Siegen aus den letzten 23 Pflichtspielen (wenn ich mich nicht verzählt habe).
Ähnlich wie bei der Einschätzung des Spiels gehen die Meinungen zwischen Journalisten und Bloggern bei den Spielern auseinander. Natürlich hat Sebastian Rudy ein sehr gutes Spiel gemacht. In der Stuttgarter Zeitung wird der Junge dann gleich hochgeschrieben:
Kevin Kuranyi, Alexander Hleb, Serdar Tasci, Sami Khedira, Mario Gomez – Sebastian Rudy? Experten bescheinigen ihm das gleiche Potenzial wie seinen prominenten Vorgängern.
Ja, und nächste Woche spielt er schlecht und ist wieder der Buhmann. Wo liegt denn hier noch die Qualität beim Print-Journalismus und den etablierten Medien im Bereich Sport.
Ich kann mich bei der Einschätzung des Spiels nur der Meinung der beiden Blogger anschließen: Hoch verdienter Sieg, aber das Spiel selbst nicht viel anders als das, was wir schon länger sehen: Starker Beginn, Schwächephase und in der zweiten Halbzeit der Versuch wieder ins Spiel zu kommen. Diesmal haben die positiven Seiten des Verlaufs überwogen. Und: Gegen Hertha Berlin – ähnlich schwach wie die Rangers gestern – ging die Sache nicht auf.
Gegen Leverkusen wird es sicherlich am Wochenende schwerer. Dennoch: Der Tabellenführer wird sich zu Hause nicht hinten rein stellen, sondern offensiv agieren. Aufgabe fürs Team-Training: Fehlpässe in der schnellen Vorwärtsbewegung abstellen und die Laufwege bei schnellen Kontern besser abstimmen.




Schade, aber nun war es leider so weit. Denke nicht, dass Babbel die Schuldfrage tragen muss, aber er gibt sich professionell und weiß, dass das im Fußball halt so ist…
Hätte mir besser gefallen, die Mannschaft hätte ihm so nach und nach ein paar kleine Erfolge bringen können…