Nach Bremen, vor Schalke
Beim Spiel gegen Bremen hat sich die Mannschaft in einem nicht sehr guten Zustand gezeigt. Das Spiel will ich hier aber nicht weiter kommentieren. Das haben andere schon sehr gut getan.
Ich möchte ein paar Gedanken zum kommenden Spiel gegen Schalke aufschreiben. Was erwarte ich von Mannschaft, Trainer und Fans:
Der VfB braucht wieder mehr Bewegung. Vor allem in der Offensive gelingt es uns nicht für Überraschungen zu sorgen. Ob flache Vier oder Raute – ohne mehr Flexibilität und eine bessere Abstimmung können wir gut Mannschaften nicht genug gefährden. Durch die zahlreichen Wechsel (auch Rotation genannt, komme ich später noch zu) konnte sich keine 11er-Formation einspielen. Deshalb könnte ich mir vorstellen – eigentlich gegen meine sonstige Einstellung – dass die Spieler öfter mal eine Einzelaktion wagen sollten. Wie es scheint, kann Hleb wohl wieder spielen – ihm traue ich das ohne weiteres zu, aber auch die anderen Mittelfeldspieler dürfen sich ruhig mal im Zweikampf versuchen. Wenn wir schon über das Spielsystem im Moment keine Gefahr für den Gegner und Torchancen heraus spielen können, dann vielleicht durch eine gute Einzelleistung. Leute wie Hleb, Khedira, Kuzmanovic, Progrebniac, Cacau und Gebhart haben genug Können, um das auch gegen die Schalker zu zeigen.
Beim Trainer bin ich mir nicht so sicher, was ich schreiben soll. Klar hat Babbel in den letzten Wochen viel Kritik einstecken müssen (ungefähr in gleichem Maße wie Lob im Frühjahr). Die Trainerausbildung ist für mich nicht der entscheidende Faktor. Ich glaube, Babbel versuchte in der neuen Saison den Spagat zwischen Bestätigung der “alten” Spieler (Khedira, Hitz, Tasci, Hilbert, etc.), die in der vergangen Saison toll gespielt haben und integration der neuen Spieler. Dabei hat er auf Rotation gesetzt. Finde ich im Prinzip nicht schlecht, die Rotation. Sie kam aber zum falschen Zeitpunkt. Für mich gehören jetzt einfach ein paar Spieler gesetzt, damit sie das nötige Selbstvertrauen entwickeln können. Meine Aufstellung für Samstag wäre: Lehmann, Träsch – Tasci – Delpierre – Magnin, Hitzelsperger – Hleb – Gebhardt – Kuzmanovic, Cacau – Progrebniak >> mögliche Wechsel (natürlich je nach Spielverlauf): Gebhardt <<>> Khedira, Cacau <<>> Schieber od. Marica, Träsch <<>> Osorio. Ruhig mal mit einem Wechsel ein Zeichen setzen, wenn es nicht läuft – und bitte alle möglichen Wechsel auch nutzen.
Für uns Fans ist ein Heimspiel natürlich was Besonderes und jedesmal ist wieder die Überzeugung Hoffnung da, dass es diesmal mit einem Sieg klappt. Und die Stimmung im Stadion ist ja inzwischen meistens richtig gut. Dennoch: Ich will die Mannschaft nicht kämpfen sehen – die müssen erstmal wieder Fußball spielen. Sonst wird’s nix. Der VfB hat in den letzten Jahren nicht dann Spiele gewonnen, wenn die Spieler gekämpft haben, sondern immer, wenn die Spieler richtig guten Fußball gespielt haben.
Bis Samstag im Stadion.



Eine Hoffnung war es vielleicht letzte Woche noch. Mittlerweile ist längst wieder eine Überzeugung daraus geworden…
Ist es nicht genau das, was einen guten Trainer ausmacht?
Im Ernst: Der Gedanke ist ja richtig, nur die ausgeprägte Rotation in einer Phase, in der sich die Mannschaft erst einmal hätte finden sollen, war vermutlich der falsche Ansatz, das sehen wir vermutlich ähnlich.
Mit Deiner Aufstellung könnte ich bis auf den Punkt leben, dass ich eigentlich keinen VfB ohne Khedira sehen will. Ich würde dazu neigen, Hitzlsperger draußen zu lassen; allerdings gilt es natürlich zu überlegen, ob man den Kapitän weiter schwächen will.
Wir wolln Euch spielen sehn, wir wolln Euch spielen sehn, wir wolln wir wolln wir wolln Euch spielen sehn!